Den ersten Teil der Strecke, ca. 40 Km aus Porto heraus sind wir mit der Metro gefahren, komfortabel und billig.

Die Route führt weiter dicht am Atlantik entlang, nun oft gemeinsam mit dem Jakobsweg, von dem es auch eine Variante aus Süden gibt. Zahlreiche Wanderer waren unterwegs und da unser nächstes größeres Ziel ebenfalls Santiago de Compostela ist, fühlt man sich gleich auf dem rechten Weg, umso mehr, als mir vor ein paar Tagen, genau am 1. April, am Strand vom Herrgott ein Zeichen für meinen weiteren Weg gegeben wurde, siehe Bild

Man irrt, wenn man meint, Sandwege, Schlagloch-Pfützenpfade, unnötige Umwege, Schiebestrecken, Regen und Gegenwind sei das volle Spektrum an Gemeinheiten auf dem EuroVelo 1 gewesen. Heute verlief ca. die Hälfte der Strecke auf Kopfsteinpflaster, welches in früheren Zeiten wohl ebenso reichlich und billig verfügbar war wie Arbeitskräfte, denn anders ist es nicht zu erklären, wie man ganze Landstraßen mit so einem Belag erbauen konnte. Dennoch waren die 54 Kilometer und 336 Höhenmeter keine Qual, denn es blies ein stetig kräftiger Wind aus Süd. Für die nächste Reise muss ich den Gabelschaft mit einem Segelmast verlängern, damit werden wir jedes E-Bike abhängen.
Zu Mittag sind wir in Esposende eingekehrt und haben das erste Mal in der Speisekarte das Angebot einer halben Portion gesehen und gleich wahrgenommen. Der Wirt muss ein Depp sein, denn die ‘halbe’ Portion haben wir gerade so geschafft.
Da wir in einer wenig touristischen Gegend unterkommen, haben wir uns im Supermarkt mit Brotzeit versorgt und genießen mit dem vom Hotel in Porto geschenkten Rotwein den Sonnenuntergang von der Terrasse. Kleiner Scherz, natürlich gibt es am Atlantik keine Sonnenuntergänge, keine Ahnung, was die Sonne hier bis zum nächsten Morgen so treibt.

































































