Heute ein wunderschöner warmer Tag. Nach wenigen Km Bundesstraße zweigt die Route ab und folgt dem Wanderweg der Pilger. Das für sich wäre schon wieder eine Herausforderung (EuroVelo 3 😉 ) aber nun kommen uns verschärfend Heerscharen von Pilgern entgegen, die alle grüßen und man will ja nicht unhöflich sein… Sobald mehr als zwei gemeinsam marschieren, wird auch die volle Breite des Wegs in Anspruch genommen, was ja normalerweise kein Problem ist, wenn alle in die gleiche Richtung laufen (=> Lemminge). Gegenverkehr, noch dazu auf dem Rad, wird erst sehr spät als solcher wahrgenommen (=> Stöpsel im Ohr). So sind wir doch froh, als sich die Wege trennen und wir uns, zur Vermeidung der Bundesstraße, mal wieder Google anvertrauen und einen Umweg auf einsamsten, vor Jahrzehnten asphaltierten Feldwegen wählen. Die Gegend ist gottverlassen und nur ab und zu trifft man auf Bauern bei der Arbeit, auch mal eine kleine Schafherde mitten auf der Straße. Ein Schaf sticht durch einen erhobenen Schwanz heraus und kann auch bellen, einen Schäfer aber gibt es nicht. So schön der ruhige Weg durch Wälder und Wiesen ist, bezahlt wird mit vielen extra Höhenmetern. Die sehr schöne Mittagspause in einem Gartenlokal verdanken wir der Lage am Pilgerpfad, sonst wäre hier weit und breit nichts.




Vollgefressen nochmal 150 Meter hoch zu müssen ist zukünftig zu vermeiden. Dann aber kommt die Belohnung des Tages, 13 Kilometer auf bester Straße 400m bergab bis Portomarin. Bloß nicht an morgen denken, denn da müssen wir alles auf der anderen Seite des Stausees wieder hinauf. Heute 44 Km, 825m hoch, anstrengender als vermutet, der bikeline Führer gibt die Höhenmeter ca. einen Faktor 2 zu gering an.









































