Vorabend Check In

Ob die Lufthansa weiß, welch blutdruck-senkende Wirkung der Vorabend-Check In auf ihre Fluggäste hat? So konnten wir in aller gemütlichen Sonntagsruhe die Fahrräder und die Packtaschen zum Flughafen fahren. Aber würde man sie einfach so annehmen oder an Maßen, Gewichten, Verpackung herummosern?

Die gesplitterte Scheibe in der Drehtür haben wir nicht versursacht, auch wenn nicht mehr viel Platz übrig war…

Die Packtaschen wurden gepaart im Folierautomaten zu einem kompakten Kokon verarbeitet (so wie Spinnen eine gefangene Fliege einwickeln) damit sie als ein (Frei-)Gepäckstück durchgehen. Und schließlich wurden auch die Fahrräder, nach Bezahlung des Obulus von 2*80€, ganz unspektakulär in den Rachen der Gepäckförderanlage versenkt.

Und mehr versehentlich habe ich auch noch ein Exploit in der SW der MUC Parkhaus-Gebühren aufgedeckt. Parken ab 10 Minuten an der Vorfahrt in der Ankunftsebene kostet 3 € pro 10 Minuten. Da haben wir nur kurz ausgeladen, das Ticket bezahlt und sind ins angrenzende Parkhaus gefahren. Da sich dies alles noch innerhalb der Parkzone abspielt, bekommt man aber kein neues Ticket bei der Einfahrt ins Parkhaus – merkwürdig – aber ich dachte mir, vielleicht läuft das hier mit Kennzeichenerkennung. Bei der späteren Rückkehr aus dem Terminal musste ich nach Rückfrage bei der Parkleitzentrale mein bereits bezahltes Ticket nochmal in den Automaten schieben und fürchtete eine saftige Nachzahlung, aber es war ‘schon bezahlt’ ! Und selbst die Schranke an der Ausfahrt hat unseren Adrenalinpegel nicht gecheckt und uns einfach durchgelassen.

Und morgen kommen wir mit der S-Bahn und unseren Fahrradkörbchen, ein neues Abenteuer, ob die wohl als Handgepäck ins Schema passen?

Idee, Planung und Vorbereitung der Radtour von Sevilla nach Hause

Schon vor unserer Weltreise gab es die Idee, einmal mehrere Monate mit dem Fahrrad in Europa unterwegs zu sein. Die Wahl fiel nicht schwer, warm sollte es sein, nicht zu viel regnen, und die Route sollte möglichst viel am Meer entlangführen, vorzugsweise mit wenig Gegenwind. Damit war klar, wir starten an der Algarve.

Ganz Europa ist durchzogen von sogenannten EuroVelo Radrouten, die, so hoffen wir, hauptsächlich auf ruhigen, landschaftlich schönen Nebenstraßen, Fahrrad- und Forstwegen entlanggeführt werden. Im Internet findet man GPS-Daten und es gibt zum Teil auch ganz passable Routen-Beschreibungen. Nach umfangreicher Recherche konnte die Route aus dem heruntergeladenen Material für das Garmin GPS zusammengestückelt werden.

Die Anreise mit Fahrrädern im Zug stellte sich bald als zu kompliziert, teuer, langwierig also schlicht nahezu unmöglich dar, also fliegen. Einmal wöchentlich gibt es einen Lufthansa-Flug nach Sevilla, den nehmen wir!

Natürlich hat sich die sogenannte Gattin außer um Versicherungen auch um die Verständigung gekümmert, Spanisch gelernt und in einem Crashkurs die wichtigsten Aussprache-Regeln des Portugiesischen eingesaugt.

Mit der Optimierung der Packlisten haben wir es, Geschlechter spezifisch, auf die Spitze getrieben. Was der einen die warmen Klamotten sind, sind dem anderen die Hardware-Komponenten (siehe Hupe!). Schon 6 Wochen vor Abreise wurde ich genötigt, meine Taschen Probe zu packen, um zu verifizieren, dass sie nicht zu voll werden, damit das Körbchen problemlos montiert werden kann.

(Susi)

T-20, der Countdown läuft

Die Fahrräder sind nach Monaten der Optimierung fertig, und ich meine wirklich fertig. Deshalb werden Sie jetzt endgültig lufttransportfähig verpackt und im Keller zwischengelagert. Die Packliste ist erstellt und alle (ALLE!) items gewogen.

Die Summen sind: Gepäck: 15,054 Kg, Fahrrad: 16,700 Kg, Bewegte Masse: 109,854 Kg