Ist das das Ende von Europa?

Definitiv, geografisch betrachtet. Cabo de Sao Vicente ist der süd-westlichste Zipfel des Kontinents. Steilküsten mit mächtigen Felswänden rundherum, ein paar Buchten mit Sandstrand und Surfern, ein Leuchtturm, sonst nichts (außer der berühmten letzten Bratwurstbude vor Amerika). In Westeuropa sind wir nun maximal weit weg von zuhause, 2078 Km Luftlinie.

Heute sind wir also nur eine Rundtour von Vila do Bispo ohne Gepäck gefahren, um das berühmte Cabo de Sao Vicente zu besuchen. Hier wird suggeriert, dass das der Beginn des EuroVelo 1 (‘Km 0’) sei, der Experte weiß, dass der Radweg aber noch bis zur nördlichen portugiesisch-spanischen Grenze verläuft. Nach einem üppigen Salat (die seltene Gelegenheit muss man immer ausnutzen), zu Mittag in Sagres, besichtigen wir noch das Fortaleza de Sagres, das Gelände ist so ausgedehnt, dass wir mit dem Fahrrad hinein fahren dürfen (ungewohnt, an der Kasse das Fahrrad mit ins Museum zu nehmen). Mittlerweile hat der Wind auf Nordwest (auf-)gedreht und quält uns auf dem Rückweg schräg von vorne, bis alles wehtut, nach nur 10 Km. Das kann morgen ein Höllentag werden, wenn die Wettervorhersage stimmt.

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