Am Morgen hingen frische Brötchen in einem Beutel auf der Terrasse, toller Service! Aber ein Café oder ähnliches zum Frühstücken hätte es in Maria Vinagre auch gar nicht gegeben. Dann folgte heute ein eher unspektakulärer Tag. Viele Kilometer gute Straße, wenig Wind, allerdings immer von vorne, auch wenn das alle Windrichtungen von West über Nord nach Ost einschließt, je nachdem wo uns der Zickzack Kurs des EuroVelo gerade hinführt. Dieser überrascht uns auch wieder mit Kapriolen, einer völlig unnötigen, fast im Kreis geführten neuen Route ohne irgendeinen Mehrwert, abschnittsweise durch feinsten, tiefen Sand, Steigungen mit ca. 20% (gerne Schotter, alternativ auch mal mit Grasbausteinen) und dem Vorschlag, einem Klippen-Wanderweg zu folgen, für den man schon gute Bergschuhe bräuchte. Irgendwie mogeln wir uns durch. Auffallend war massiver Obst- und Gemüseanbau, meist unter Plastikfolien, der uns über viele Kilometer begleitete. Der Wasserverbrauch auf dem total sandigen Boden muss immens sein. Ab und zu sehen wir auch Zierpflanzenanzucht, z.B. Oleander oder Eukalyptus und immer wieder mal Störche auf den Wiesen.


Zu Mittag zwei Überraschungen: Just als wir uns in der Snack Bar ‘Casino da Praia’ in Zambujeira do Mar für ein Pause niederlassen, fängt es an zu regnen und hört wieder auf, als wir aufbrechen wollen. Und zwischendurch haben wir nicht nur ein leckeres Mittagessen bekommen, sondern auch eine sehr nette Unterhaltung mit den zwei Jungs, die den Laden schmeißen. Meine GoPro am Rad weckt ihr Interesse und sie staunen, als wir erzählen, wohin die Reise gehen soll. Mit Google ist unsere website bei Bedarf auch in Portugiesisch verfügbar 😉

Heute 63 Kilometer und 500 Höhenmeter, guter Durchschnitt. Zur Feier des 500. Kilometers gehen wir fein Essen im Restaurant Adega22, der ersten Adresse in Vila Nova de Milfontes. Wir sind die ersten Gäste der neuen Saison aber bald ist das Restaurant bis auf den letzten Platz voll – kein Wunder, es schmeckt außergewöhnlich. Portugal ist ansonsten kein kulinarischer Hotspot und dann stellt sich heraus, dass das Restaurant von einem Deutschen geführt wird.
