Die Würfel sind gefallen

Seit Monaten konnten wir uns nicht entscheiden, ob wir durch die Berge den klassischen Jakobsweg entlang fahren oder den Caminho del Norte entlang der Biscaya Küste. Jetzt ist entschieden, dass wir mindestens bis Leon auf dem Caminho frances, dem Vater aller Jakobswege fahren wollen. Letztlich gab es zwei Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben: 1. Die Route ist vom Bikeline-Reiseführer erstellt und die Beschreibung gibt eine gewisse Sicherheit, dass wir nicht zu oft Bundesstraße oder Schotterwege fahren müssen. 2. Die Wetterprognose für die nächste Woche könnte nicht besser sein, warm und sonnig, außer in der früh, aber vor 10 kommen wir sowieso nicht los. Dagegen sprach, dass zwei Pässe auf 1200m und 1500m zu überwinden sind. Wiederum durch die vielen Pilger ist aber die Unterkunftsdichte so hoch, dass wir die Etappen ‘für die Gattin’ passend schneiden können.
Außer den Planungsvarianten für die nächsten Tage haben wir dann doch noch ein bisschen Sightseeing in Santiago gemacht, da stach eindeutig die Kathedrale heraus, eher ein Witz war die Stadtrundfahrt mit so einem Bimmelbähnchen, das natürlich nicht durch die Altstadt fahren kann, statt dessen durch die Campusviertel und Parkanlagen gekurvt ist.
Die Kathedrale ist über 1000 Jahre alt, romanischer Stil. Schon der Grundriss ist ungewöhnlich und als der Blick auf den Altar für den Apostel Jakobus fällt, fällt die Kinnlade gleich mit – wir haben schon viele Kathedralen besucht, aber vergleichbares habe ich noch nicht gesehen.

Leider waren wir zu spät dran für ein Ticket zur Turmbesteigung, denn heute haben wir den Tag verbummelt wie noch keinen auf der Reise.

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