Nachmittags um 6, als wir über die Brücken des Ebro und durch die Straßen der Altstadt bummeln, ist alles ausgestorben, nur eine Eisdiele und paar Cafés haben geöffnet, auf dem zentralen Platz vor der Kathedrale hüpfen ein paar Kinder auf einem Trampolin herum – sonst ist tote Hose.




Am Abend um halb neun sind dieselben Straßen kaum wieder zu erkennen. In den engen Gassen, speziell der Calle de Laurel ist fast kein Durchkommen mehr. Eine winzige Pintxo Bar reiht sich an die nächste. Wir mühen uns, einen Blick in die Auslagen zu erhaschen, um zu entscheiden, in welche Bar wir uns reinquetschen. Es gibt so ein paar Standard-Pintxos, die es in fast jeder Bar gibt, aber spannend sind die individuellen Kreationen. Wir futtern uns durch 4 verschiedene Bars, in denen wir natürlich auch jeweils zwei Gläser Rioja aussuchen. Die besten Häppchen sind die, deren Zusammensetzung – ähnlich wie in Frankreich – nur erahnt werden kann. Bei den Weinen halten wir uns weitgehend an die ‘Reservas’, die 18 Monate in Eichenfässern und danach noch in der Falsche weiter gereift sind, sehr edle Tropfen sind darunter. Die Stimmung ist sehr gelöst, gar keine Kampfpilger sondern fast nur Einheimische sind an diesem Freitagabend unterwegs. Morgen wartet auf uns eine Etappe, die möglicherweise etwas dämlich lang geplant wurde, deswegen müssen wir schon nach 8 Gläsern Wein ins Bett und finden dann sogar noch ohne Google zurück in unser Hotel.








