Erst um 11 sind wir in Avignon losgefahren, da die Strecke heute nicht so weit ist und wir die morgendliche Ruhe genossen haben und gemütlich frühstücken gegangen sind. Geschlagene 15 Kilometer ging es durch Avignon und seine Vororte, zwar auf guten Radwegen, aber auf einem an Tetris erinnernden Zick-Zack Kurs. Später, entlang der Rhône, geht es entweder durch saftige Auenwälder oder auf dem Deich entlang, durchgehend frisch und breit asphaltiert, sozusagen ein Genuss-Radweg. Mit leichter Bewölkung war es auch gerade recht temperiert. In Caderousse gibt es zu Mittag ein faires 3-Gänge Menü mit einem Glas Wein dazu, Vor- und Nachspeise, wie meistens, eine Nummer besser als der Hauptgang. Entlang der Rhône verläuft der Radweg zwischen dem Fluss auf der einen Seite, Hochspannungsleitung, Bahnlinie und Autobahn auf der anderen Seite, aber vom Deich hat man doch etwas Ausblick auf die Hügel rechts und links, aber auch auf die Industrieanlagen, Kiesgruben und ein paar Kornfelder. Insgesamt so unspektakulär, dass wir nicht ein einziges (neues) Fotomotiv entdeckt haben, das einen Stopp wert gewesen wäre. Umwege zu Sehenswürdigkeiten haben wir uns aber wegen Erkältung auch erspart, da wäre gewesen Chateau Neuf du Pape oder die Burg bei Mornas auf einem Felsen 150 m über dem Fluss. Unser Appartement in einem Olivenhain hat sogar einen Pool und schöne Aussicht, ein sehr entspannter Ort, etwas außerhalb von Mornas und da lohnt es sich, ein paar Fotos zu machen.



54 Km, 150 Hm, fast nix zu meckern heute
