Von Tournon nach Sablons

Endlich ist der Mistral abgeflaut. Bei angenehmen Temperaturen und leichter Bewölkung geht es jetzt wieder mit dem Rad weiter nach Norden. Die Via Rhôna ist ein perfekt angelegter Radweg im Wechsel durch Auenwälder oder Obstplantagen. Dort finden wir Kirschbäume vor, die laut nach uns rufen: Pflückt meine Kirschen, sie sind überreif und platzen schon auf. Da wollten wir doch hilfsbereit sein und stopfen uns mit den allerleckersten Kirschen die Backen voll, blöd, dass wir vorher im Supermarkt welche gekauft haben.

Die Brücken über den Fluss sind alle in ähnlicher Weise gebaut, Hängebrücken mit einem Mittelpfeiler, manche schon etwas betagt und schmal, andere neueren Datums, breiter und entsprechend stark befahren. In den Dörfern Saint Vallier und Andance suchen wir vergeblich nach einem passenden Restaurant oder Café. Gut, dass wir in Tournon im Intermarché noch eingekauft hatten, denn weder in einer Kebab-, Burger-, noch Pizzabude wollten wir unsere Mittagspause verbringen. So haben wir uns auf einer der vielen Bänke entlang des Wegs niedergelassen und Aussicht auf die Rhône und die ab und zu vorbei tuckernden Frachtschiffe gehabt.

In Sablons sind wir noch einen Kilometer an unserer heutigen Unterkunft vorbei weiter ins Dorf gefahren, um ein geöffnetes Café zu finden und saßen schließlich direkt am Kreisel vor der Brücke, ein Höllenlärm, denn hier scheint für den Schwerverkehr die einzig geeignete Rhônequerung der Region zu sein. Unsere Unterkunft dagegen ist herzallerliebst mit einem kleinen Gärtchen, keine 10 Meter vom Fluss entfernt.

42 Km, ca. 100 Hm, perfekte Bedingungen, sieht man mal davon ab, dass es unterwegs nicht ein Café oder Restaurant gegeben hat.

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