Blauer Himmel bei angenehmen 20°, aber das ist noch nicht alles, beim Blick auf die steilen Hänge sieht man, wie die Bäume sich im Wind biegen, taleinwärts, wie schön, da wollen wir auch hin. Das Panorama ist schon sensationell, mit schroffen Spitzen auf denen überall noch der Schnee liegt, mit einigen weißen Wolken um die Gipfel und den satt grünen Wiesen, mit vielen Blumen, unten im Tal. Der Radweg verläuft fast immer auf dem Rhônedamm entlang, manchmal auch auf der Straße und dann wird es gleich wieder unklar, weil Schilder fehlen und der Track nicht stimmt, aber heute war das nur kurz ein Problem. So haben wir relativ rasch die 35 Kilometer nach Martigny absolviert. Dort im Coop kaufe ich für die Brotzeit ein, nicht besonders üppig, denn auch die Preise im Supermarkt haben sich gegenüber Frankreich glatt verdoppelt. In Martigny finden wir eine Bank im Halbschatten auf dem zentralen Platz und das Baguette schmeckt mit Mortadella besonders gut.



Nach dem Kaffee geht es weiter in Richtung Sion, immer entlang der Rhône, die in Martigny einen 90° Knick macht und nun nach Osten verläuft. Wie durch ein Wunder macht der Wind aber die Kurve mit und bläst uns weiter kräftig in den Rücken. Hier wird das Tal wieder etwas breiter und eignet sich wohl besonders für den Obst- und Weinanbau. Hauptsächlich Birnen, aber auch Apfel und ganz wenige Kirschbäume. Das Bergpanorama der Zentralalpen ist hier nochmal besser. Kurz vor Sion findet sich ein perfekter Badesee für eine schöne Pause. Die Badesachen kommen jetzt schon das 2. Mal in 4 Monaten zum Einsatz! In Sion haben wir ein Hotelzimmer im 4. Stock mit Blick direkt auf die berühmte Burg, toll, die armen Fahrräder müssen aber in das 3. Untergeschoß. Im Bad machen wir unter dem Waschbecken eine grauenvolle Entdeckung: Eine Waage ;-(





68 Km, 320 Hm, sagenhafter Rückenwind
