Zur Anpassung an das spanische Leben, denn der Tag beginnt und endet hier spät, sehr spät, schlafen wir lange, sehr lange, nehmen einen leckeren Café con leche und ein Törtchen aus einer Pastelleria zu uns, um dann durch die engen Gässchen von Santa Cruz durch den Duft der Orangenblüten zu schlendern. An jeder Ecke warten neue Verführungen in Form von Tapas oder weiteren Cafés. Auch den hiesigen Sherry, Manzanilla, kann man sich nur schwer entgehen lassen.


Es ist für meinen Geschmack die meiste Zeit des Tages ziemlich kalt, die Nachmittagssonne ist aber derart heiß, dass man sich nicht vorstellen mag, wie sich die herrliche Plaza España im Sommer genießen lässt.
Langsam nehmen wir Fahrt auf und schaffen es gerade noch Tickets für die unbedingt sehenswerte Flamenco-Show im ‚Museo del Baile Flamenco‘ zu ergattern. Ein bisschen auf der Dachterrasse chillen, noch ein Manzanilla und ein paar Tapas, schon ist der Tag um.
Zum Glück war am Tag 2 das Programm der Gattin, also meins, so vollgepackt wie in alten Zeiten. Nach Kathedrale und Palast geht es auf der anderen Seite des Flusses Guadalquivir weiter, im Viertel Triana, früher die Gegend der Fischer, Tänzer und Arbeiter. Dort gibt es eine Markthalle in der wir ein Baguette mit dem teuersten aller teuren Schinken, dem Bellota Pata Negra verspeisen und obligatorisch einen Manzanilla. Nun ist Zeit für eine Bootsrundfahrt auf dem Guadalquivir, und der Gatte beginnt zu schwächeln, also kurz nach Hause für eine Siesta, bevor wir in einer sehr kleinen Bar eine Flamenco Show ganz anderer Art erleben wollen.


Niko hat Fieber, wirft eine Tablette ein und wir gehen trotzdem.
