Einerseits – man soll sich ja schonen nach einer Covid Infektion und der Wunsch der Gattin war sowieso, die Tour mit dem Rad nicht durch die Industrie-Vororte Sevillas zu beginnen sondern lieber ein Stück mit dem Zug zu fahren. Es gibt einen direkten Zug nach Westen bis Huelva, Fahrräder kosten je 3 € und müssen bei der Buchung angemeldet werden (das geht natürlich online, wir sind ja nicht mehr in Deutschland).
Andererseits – kleiner Exkurs über das Bahnfahren in Andalusien – gibt es da meine Erinnerungen an die Zeit der lila Latzhosen, Ende der 70er. Es geht um Chris de Burgh, dessen Schnulzensammlung nach meinem heutigen Geschmack von Irland bis nach Gibraltar reicht, wären da nicht auch ein paar große vertonte Erzählungen dabei gewesen, die sich mir sehr eingeprägt haben. Und ‘Spanish Train‘ ist so eine Geschichte über einen nächtlichen Geisterzug zwischen ‘Guadalquivir and old Seville’.
Naja, wir werden vormittags fahren, da droht wohl keine Gefahr.
Für die, die sich in die Geschichte hinein begeben wollen; ich finde, sie hat durchaus einen aktuellen Bezug: Kann es sein, dass auch heute noch die Rechtschaffenen die Dummen sind und von den (Noch-nicht-) Potentaten der Welt über den Tisch gezogen werden?

