Von Villafranca Montes de Oca nach Azofra

So schön kann das Radeln auf dem Jakobsweg auch sein: Kein Wind, kein Regen, keine Feldwege, fast kein Verkehr (nicht mal auf der N120), keine fiesen Steigungen, fast schon angenehme Temperaturen und mehr Sonne als vorhergesagt. Und dann noch 3 lange Abfahrten, so dass wir heute Nachmittag 400 m niedriger ankommen als in der früh losgefahren.
Es hat uns schon ein wenig gegraust, dass wir 12 Kilometer bis Belorado auf der N120 fahren müssen, wo doch gestern die LKWs noch in Kolonnen daherkamen, aber heute früh waren es nur ganz wenige und da es leicht bergab ging, war die Strecke schnell gemeistert. Die Route machte ab Belorado einen großen Bogen auf Nebenstraßen immer leicht abwärts durch weite Landschaft mit großen Getreidefeldern und schroffen Hangkanten von höher gelegenen Plateaus, in eine hat man sogar ein Kloster in die Felsen gehauen. Das Farbenspiel zwischen gelbem Raps, grünem Getreide und roten Äckern ist heute sensationell!

Wir passieren eine große grüne Tafel mit dem Hinweis, dass wir jetzt in die autonome Gemeinschaft La Rioja fahren und tatsächlich gibt es vereinzelte flache Wein’berge’. Die Landschaft wird hier wieder bergiger und es liegt auf manchen Gipfeln noch Schnee. In Santo Domingo de la Calzada machen wir Mittagspause und lassen uns die Sonne auf den Pelz scheinen, kaufen für das Abendessen ein und büßen in einer Pastelleria wegen unkontrollierten Suchtverhaltens über 20 € ein. Dann müssen wir nur noch über einen Hügel und genießen die letzte lange Abfahrt bis Azofra, wo wir wieder in einem schönen alten Haus mit stilvollen Möbeln unterkommen.

57 Km, 300 Hm, aus dem Depot 400 Höhenmeter sehr gut verkauft

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