Die Dörfer an der Küste sind stark auf die Sommersaison ausgerichtet, um diese Jahreszeit ist noch vieles geschlossen und man tut gut daran, das im Hotel angebotene Frühstück zu nehmen, auch wenn Kaffee und Orangensaft nie das von Spanien gewohnte Niveau erreichen. Dafür wiederum sind Croissant und Baguette viel besser. Wir putzen alles weg, denn für ein 2. Frühstück gibt es kaum Gelegenheit. Heute fahren wir 45 Kilometer (zugegeben flach und ohne Wind) bis zur Mittagspause, denn vorher gab es nix. Die Route führt erst auf einer ehemaligen Bahntrasse entlang, asphaltiert und abseits der Straße meist durch hohe Pinienwälder, sehr angenehm. Weiter geht es fast den ganzen Tag auf einem angelegten Radweg durch die Dünenlandschaft, die aber oft dicht bewaldet ist. Abgeholzte Flächen sind schon wieder dicht bewachsen mit tausenden kleiner Pinien, die mit dem Ginster um die Herrschaft kämpfen (natürlich verliert der Ginster nach ein paar Jahren).


Gegen Mittag fängt es leicht an zu regnen, aber da will man nicht meckern, denn es war ursprünglich viel mehr Niederschlag angekündigt. In Contis les Bains machen wir Mittagspause in einem gut besuchten Restaurant, wo wir uns für das Mittagsmenü entscheiden. Die Wahl war gut und günstig zudem, bisher waren wir in Frankreich mit der Qualität des Essens immer sehr zufrieden. Die restlichen 10 Km fahren wir ins Landesinnere nach Saint Julien en Born, da haben wir ein relativ günstiges Appartement in einem 150 Jahre alten, hübsch im Grünen gelegenen Landhaus bekommen. In Meeresnähe ist es doch erheblich teurer, obwohl es wegen der Dünen sowieso keinen Meerblick gibt. Im Carrefour Supermarkt am Ort haben wir uns mehr als gründlich für das Abendessen eingedeckt, Pasteten und Käse, vive la France!
55 Km, 197 Hm, locker vom Hocker
