Susi muss heute wegen der schweren Erkältung passen und wir bleiben noch einen Tag in Mornas in dem schönen Garten. Das Frühstück ist so üppig, dass wir davon noch das Mittagessen bestreiten. Ich mache mich am Nachmittag auf, die Burg von Mornas zu besuchen, die hoch über dem Rhônetal thront. Der von Google vorgeschlagene Radweg von unserer Unterkunft dahin geht durch Pinienwälder und Macchia und ist eine prima Mountainbike-Route, mit dem Tourenrad, ohne Gepäck, geht es aber mit Abstrichen auch, die Hügel zu erklimmen. Der Thymian duftet intensiv, fast zu viel des Guten. Eine Schafherde weilt im Schatten von ein paar Pinien und die 4 Böcke sind sehr beschäftigt, die Art zu erhalten.




Von oben bieten sich phantastische Fernblicke über das Rhônetal sowohl nach Norden als auch nach Süden und zum Mont Ventoux, dem höchsten Berg der Provence. Die Felsformationen sind laut Tafeln eines Naturlehrpfades Überreste der Pyrenäen, die vor 40 Millionen Jahren bis hier her gereicht haben. Der angekündigte Mistral weht gar nicht so schlimm wie erwartet, trotzdem fällt mir das Fahrrad zweimal um, es fehlen einfach die stabilisierenden 15 Kilo Gepäck. Den Burgbesuch spare ich mir, denn der Ausblick von den Felsen oberhalb ist noch besser. Der Weg hinunter ins Dorf mit mehr als 25% Gefälle bringt die Bremsscheiben auf Temperaturen zum Spiegelei braten, ist aber entsprechend kurz. Unten gibt es im netten Café de la Poste einen Café crème und vor der Rückfahrt besorge ich Medikamente und die Brotzeit für das Abendessen.






