Immer noch krank, immer noch Mistral, also noch eine Etappe mit dem Zug fahren. Außer, dass der Zug eine halbe Stunde Verspätung hat, keine Änderung gegen gestern, gleiche Richtung, gleiche gestresste Schaffnerin, wieder zu viele unangemeldete Fahrräder im Zug. Aber diesmal sind wir hinten eingestiegen und da funktionierte immerhin das Klo. Auch in Tournon-sur-Rhône gibt es eine Hängebrücke, dies ist aber größer und mit Holz gebaut, also etwas antiker anmutend als in Rochemaure. Die Rhône ist gut gefüllt und ab und zu kommt tatsächlich ein Frachtschiff gefahren. Tournon ist auch ein nettes, altes Städtchen mit Fußgängerzone und Geschäften entlang der (alten) Hauptstraße. Am Ufer der Rhône ein riesiger Parkplatz mit wuchtigen Platanen (beides sehr typisch für viele kleinere Städte hier), auf dem heute ein Oldtimertreffen stattfindet. Unsere Unterkunft befindet sich in den Resten eines ehemaligen Klosters, wieder etwas schräg, aber geräumig, ruhig und von einem sehr redseligen Vermieter, der gleichzeitig einen kleinen botanischen ‘Garten Eden’ führt.



